Entdeckung Nr. 33: Film zum Leben von Günther Weisenborn – dem Schriftsteller-Kollegen der hochaltrigen Ricarda Huch

Seit Juli 2017 ist in einigen Programmkinos der Dokumentarfilm „Die guten Feinde – mein Vater, die Rote Kapelle und ich“ zu sehen. Es geht um die Biografie von Günther Weisenborn, der unter anderem bei „Ersten  Deutschen Schriftsteller-kongress 1947 in Berlin“ eine wesentliche Rolle gespielt hat. Ricarda Huch war dort die Ehrenpräsidentin und hat ihn gebeten, die von ihr begonnene Dokumentation über die Widerstandskämpfer in der Nazi-Zeit fortzuführen, da ihr das als 83-jährige nicht mehr möglich erschien.

Der Sohn von Günther Weisenborn, Christian, hat den Film gemacht und erläutert den Titel so: Er berichtet über das aufregende Leben seines Vaters, über die kommunistische Widerstandgruppe „Rote Kapelle“ und über seine Empfindungen. Über 50 dieser zur Zeit des Kalten Krieges in Westdeutschland wenig bekannten Gruppe wurden von den Nazis hingerichtet. Einer der wenigen, die überlebt haben, war Günther Weisenborn.