Entdeckung Nr. 38: Ricarda Huch – zitiert in einem Spiegel-Gespräch (Ausgabe 37/2018. Seiten 110-116)

„Zwei schwierige Wörter, deutsch und Identität“  lautet die Überschrift des Gesprächs mit dem Politologen Herfried Münkler und dem Schriftsteller Daniel Kehlmann. Es geht nicht nur um die uns zeitlich viel näher liegenden Weltkriege , sondern um die Auswirkungen des Dreißigjährigen Krieges, der sich auch noch auf unsere Kultur und Gegenwart auswirkt.

Dabei stehen nicht so sehr die großen Schlachten und ihre Jahreszahlen im Vordergrund, die der Geschichtsunterricht in den Schulen vermittelt. Das unerträgliche Alltagsleben der Bevölkerung und die  über drei Jahrzehnte andauernde  Verunsicherung durch die herumziehenden und kämpfenden Soldaten stehen im Focus,.Diese kennzeichnen eine der schrecklichsten Perioden in der europäischen Geschichte.
Herfried Münkler führt aus: „… Ricarda Huch, um eine Literatin zu erwähnen,die auch eine promovierte Historikerin war, nähert sich dem Thema über Episoden. Plötzlich ist der Krieg da, und man hat vorher nichts bemerkt.“